Patagonien – die Wunder der Natur

English version below 🙂

Komplette Reisetage sind immer ein wenig anstrengend, und der Tag startet für uns einmal mehr recht früh mit dem Weg zum Airport. Gott sei Dank sind die meisten Flughäfen in der Provinz echt klein. Und mit „klein“ meinen wir maximal 2-3 Gates, so dass eine zu frühe Anreise gar nicht nötig ist. Zu unserer Erleichterung wird das Gepäck in Calama nach anfänglicher Diskussion doch durchgecheckt, so müssen wir es in Santiago nicht noch einmal aufgeben. Ein wenig Restangst bleibt, ob das jetzt alles so funktioniert, aber nach 3 Stunden Flug, 2,5 Stunden Aufenthalt in Santiago und dann noch mal knapp 4 Stunden Flug nehmen wir unsere Rucksäcke in Punta Arenas, ganz im Süden Chiles, wieder entgegen.

Mit zwei anderen Reisenden aus Tschechien teilen wir uns ein Taxi und fahren in die Stadt zu unserem Hostel „Ayelen“. Mal wieder werden wir super freundlich empfangen, das Hostel ist sehr sauber und wir schlafen zunächst in einem 4-Bett-Zimmer, das wir uns mit zwei anderen Deutschen teilen. Wir kochen uns noch was zu Essen und fallen dann auch recht müde ins Bett. Nach dem Frühstück am kommenden Morgen beeilen wir uns, pünktlich beim Verkaufsbüro der Tickets für die Isla Magdalena zu sein, eine Insel mit einer riesengroßen Magellan Pinguin Kolonie. Die 5-stündige Tour noch am selben Nachmittag kostet gut 100,- EUR für uns beide, doch es lohnt sich. Wenn man noch nie Pinguine gesehen hat, sind das wohl die niedlichsten kleinen Biester, die auf dieser Erde zu finden sind ♥

Im Gesamten gefällt uns die Gegend auf Anhieb. Trotz niedrigerer Temperaturen ist alles viel grüner, irgendwie liebevoller und auch sauberer als im Norden. Eine kleine Herausforderung stellen dann allerdings die Busverbindungen dar, und wir müssen mal wieder planen, schätzen, überlegen, wie wir von hier aus weiter kommen. Denn Busse nach El Calafate in Argentinien fahren nur an gewissen Tagen, außerdem wollen wir dann weiter nach El Chalten und auch wieder zurück nach Puerto Natales in Chile. Puh, ein ganz schönes Wirrwarr, aber am Ende des Tages, und mit einer zusätzlichen Nacht in Punta Arenas, machen wir uns dann auf nach El Calafate. Wir fahren über Rio Gallegos, und mit Argentinien sammeln wir dann auch den nächsten Stempel im Reisepass.

Ein Zwischenstopp in El Calafate ermöglicht uns eine Tour zum weltberühmten Gletscher Perito Moreno. Die Besonderheit ist nicht nur, dass es einer der wenigen stabilen Gletscher ist, die sich nicht zurückziehen, sondern auch die Tatsache, dass er sich mit unglaublichen 2 Metern pro Tag (!) vorwärts bewegt. Also werden wir auf der Bootstour an der Gletscherkante entlang Zeugen mehrerer Abbrüche und sehen zum ersten Mal einen Gletscher kalben. Abends gönnen wir uns dann das von Reginas Eltern zum Geburtstag gesponserte Abendessen im „La Posta“ Restaurant, bevor es am nächsten Tag weiter geht nach El Chaltén.

Wir haben uns entschieden, eine ganze Woche in El Chaltén zu verbringen. Es gibt zu viel zu sehen und wir stellen fest, dass die Anstrengung, alle zwei Tage zu packen und auch alles Erlebte zu verarbeiten, doch immens ist. Das Örtchen an sich ist ein Traum, die Hauptstraße gesäumt von kleinen Bars, Restaurants und natürlich Hostels, und dennoch ohne übermäßig touristisch zu wirken. Unser Bed & Breakfast „Kospi“ hat ein sehr schönes Doppelzimmer für uns bereit, und das Frühstück mit hausgemachtem frischem Brot ist ein Traum. Das schöne in dem Moment ist, dass wir uns ein wenig nach dem Wetter richten können. An Tagen, an denen es keinen Sinn macht, eine lange Wanderung zu gehen, bleiben wir einfach im Hostel und bearbeiten Fotos, schreiben am Blog oder relaxen etwas. Und wir haben auch genug Glück, bei Sonnenschein zumindest die 20km+ Wanderungen zu den Los Tres und Fitz Roy machen zu können – eine Landschaft, die nahezu surreal wirkt, und sich auch mit Fotos leider kaum darstellen lässt. Aber ein paar Impressionen dürfen natürlich nicht fehlen:

Fast ein wenig wehmütig verlassen wir an einem Dienstagmorgen El Chaltén und machen uns auf den Weg nach Puerto Natales, zurück nach Chile. Denn die W-Route, ein großer Trekkingweg im Torres del Paine Nationalpark, steht noch auf dem Programm, nachdem wir es geschafft haben, noch Campingplätze zu buchen. Und das ist leider gar nicht so einfach, Details dazu gibt es in unserem Torres del Paine Bericht.

Und nachdem wir bis jetzt an jeder Grenze brav unsere Lebensmittel deklariert haben, es nie Probleme gab und man uns hat alles mitnehmen lassen, entpuppt sich diese Überfahrt als teuer. Wir kommen mit Überbleibseln aus Argentinien an den sehr kleinen Grenzübergang, der lediglich eine Baracke an einem Feldweg ist, und genau hier nimmt man uns Bananen, Äpfel und ein gutes Stück geräucherten Schinken ab, den wir dabei hatten. Wir sind stocksauer, denn weggeschmissen wird es nicht, sondern einfach nur beiseite gelegt, wohlwissend dass auch die Grenzer mal Feierabend haben… schlecht gelaunt fahren wir weiter und werden zumindest mit einem wirklich liebevollen Hostel in Puerto Natales belohnt. Bei Edmundo und seiner Tochter im Hostal „Bellavista“ wohnen wir in einem Doppelzimmer, es gibt super Frühstück und wir können alles Gepäck deponieren, dass wir nicht brauchen auf unserer Wanderung.

Am zweiten morgen brechen wir also sehr früh auf, jeder von uns ca. 15kg auf dem Rücken, und machen uns auf den Weg zum Torres del Paine Nationalpark. Nach dem „check-in“ zum Park und einer weiteren kurzen Busfahrt nehmen wir den Katamaran zum ersten Campingplatz und Startpunkt des „W“ von der Westseite, dem Paine Grande. Die nächsten vier Tage werden geprägt sein von Sonne, Sturm, Staub, Regen, so manchem Schmerz, Anstrengung und schließlich auch wahnsinnig imposanter Natur! Auch hier lassen wir mal die Bilder sprechen, eine ausführlichen Bericht unserer Wanderung gibt es im Artikel „Torres del Paine – Update 2018“.

Und nachdem uns der Blick in das Britanico Massiv leider nicht vergönnt war, beschert uns das Wetter zumindest am letzten Tag noch einen unvergesslichen Moment an der Torres Basis, als sich die Wolken kurz nach unserer Ankunft verziehen und den Blick auf die drei Torres frei geben, der Anblick, auf den wir so sehr gehofft haben!

Zufrieden und auch glücklich, nun den letzten Teil der 78km langen Route zu wandern, begeben wir uns auf den Abstieg und gönnen uns dann nach 4 Tagen Trekking endlich ein heillos überteuertes, aber wohlverdientes Bier. Wir sind froh, noch eine weitere Nacht auf dem Camping gebucht zu haben, so laufen wir am kommenden Morgen die letzten 7km zum Parkeingang zurück und beschließen, auf unseren Bus zu warten. Dumm nur, dass wir den erst am Abend gebucht hatten, da wir nicht wussten, wie lange wir brauchen würden. Doch auch hier lohnt sich das Nachfragen: Regina spricht einfach einen Busfahrer an, der auf dem Rückweg ist, und da der den Bus sowieso leer zurück fährt, nimmt er uns beide für knapp 14 EUR mit zurück nach Puerto Natales. Den anderen Bus können wir gegen geringe Gebühr stornieren, so kommen wir günstiger als gedacht und auch wesentlich früher zurück zum Hostel!

Wir bleiben weitere 2 Nächte in Puerto Natales, verbringen einen schönen Abend bei ein paar Bier mit Madeline und Elias aus der Schweiz, beide haben wir auf der Wanderung kennen gelernt und machen uns am letzten Morgen in Patagonien auf dem Weg zum Flughafen, um unsere Südamerika-Reise mit einem Aufenthalt in Santiago de Chile abzuschließen. Auch hier gehen wir mal wieder wehmütig, Patagonien ist unbeschreiblich, und wir sind sicher, wir kommen noch einmal zurück…


 

English Version

Patagonia – Nature’s Wonderland

Complete travel days are always a bit exhausting, and our day starts again early with our way to the Airport. Thank god, most airports in the provincial areas are super small – and super small means 2-3 gates max – and therefore don’t require early arrivals. After a first little discussion, our luggage is eventually being checked through in Calama, so that we don’t need to pick it up in Santiago. We’re a bit worried anyways if this works properly, however after a 3 hours flight, 2.5 hours layover and another 4 hours on the plane, we pick up our backpacks in Punta Arenas, in the far south of Chile.

Together with two fellow travellers from Czech, we share a taxi ride to the city and to our hostel “Ayelen”. Again, we’re welcomed super friendly, the hostel is clean and we stay in a 4-bed dorm at first that we share with two other Germans. We prepare ourselves some dinner and then bed is calling – tired from the long day, we go to sleep. After breakfast on the next morning we hurry to get to the box office for our tour to Magdalena Island, an Island with a massive colony of Magellan Penguins. The 5-hour tour on the same day cost about 100 EUR for the two of us, but if you’ve never seen penguins in their natural habitat before, this is the cutest experience of all J

Overall, we fall in love with the whole surrounding immediately. Although temperatures are a bit lower, everything is green, somewhat more lovely and more clean that in the northern part. However, the bus rides that we need to book come up a bit more challenging than we thought, so we’re constantly re-planning, estimating days and time and check how we move on from here. Because buses to El Calafate in Argentina only run on few days a week, and furthermore, we want to go on to El Chalten and then back to Puerto Natales. Wow, a bit of a confusing plan, but eventually with an additional night in Punta Arenas, we get that sorted out and are on the bus to El Calafate. This route gets us via Rio Gallegos and being in Argentina, we also collect the next country in our passports.

The stopover in El Calafate gives us the opportunity to visit the world famous Perito Moreno glacier. It’s not only the fact that this is one of the few stable glaciers not receding which makes it special, but also the speed at what this one is moving. Being pushed forward at about 2 Meters per day (!), we witness several large breakoffs during our boat trip and for the first time, see the calving of a glacier. In the evening, we go out for a nice dinner to the “La Poste “ restaurant which Regina’s parents sponsored as our birthday gifts, before we move on to El Chalten the next day.

We decided  to stay a whole week in El Chalten. There’s a lot to see and we also realize that it is quite exhausting to pack your stuff every two days and let all the experiences and impressions settle a bit. The little village is absolutely wonderful, little bars, restaurants and of course hostels are lined up along the main street, and still it doesn’t appear too “touristy”. We booked a lovely private double room in the Bed & Breakfast “Kospi”, and their breakfast with daily fresh homemade bread is awesome. The good thing for us right now is that we are a bit independent from the weather. On days where it absolutely makes no sense to go on a hike, we simply stay in the hostel, work on pictures, write blog articles or relax a little bit. And we’re lucky enough to at least do all the big 20km+ hikes to Los Tres and Fitz Roy in fabulous sunshine – a landscape and scenery that almost seems to be unreal, and is very hard to capture in pictures. However, of course we won’t hold back a few impressions (see above).

Almost a little bit wistful, we leave El Chaltén on a Tuesday morning and make our way to Puerto Natales, back to Chile. Since we managed to book campgrounds, which is not that easy at where we’re going, we’ll attempt to hike the so-called “W”, a 4-5 day trekking route in Torres del Paine National Park. More details on what this means and what we did, you can find in our Torres del Paine report here.

And while we always declared our food and any stuff that might be of concern on the borders we crossed, and nowhere having an issue, this time the crossing should become a bit pricey. We arrive at the super small border station, which is literally a tiny building on a dust road, with some remainings from Argentina. And exactly here, they take Bananas, Apples and a large piece of smoked ham off us. We’re pretty pissed off, because it’s not being thrown away, just put aside and we firmly believe that some customs officer might have a good supper today. In a bad mood, we keep going, however we shall be smoothened by a lovely hostel in Puerto Natales. Edmundo and his daughter created a place to feel like home, and we pretty much enjoy our double room and the great breakfast. Additionally, we can store all luggage that we don’t need for our hiking trip and leave it until we return.

So we start on the second morning, again pretty early, each of us with about 15kgs on the back and head off to Torres del Paine National Park. After the “check-in” to the park and another short bus ride, we take the catamaran towards our first campground and the start of the W from the western side, the Paine Grande. The next four days will be filled with sunshine, storm, dust, rain, some pain, effort and eventually the most impressive landscapes we’ve seen. We also just let the pictures do the rest, as the detailed report on our hike can be found on our page article “Torres del Paine 2018”

Since the view into the Britanico mountain range was unfortunately not for us this time, at least the weather did us well on the last day, providing us with an unforgettable moment as the clouds cleared up on Torres Base and set the stage for a sunny and clear view on the three Torres, that view which we were so hoping to see!

Finally satisfied and also happy to walk the last part of the 78km hike, we head back down and reward ourselves after 4 days of trekking with a massively overpriced, but so well deserved bottle of beer. We’re glad we booked another night on the campground, so we slowly start walking the last 7km back to the park entry on the next day and agree to wait for our bus. Too bad that we actually booked that for the evening, since we had no clue how long it would take us back on the last day. Lucky us that we keep asking: Regina approaches a bus driver who is anyway going back with an empty bus, and agrees to take us with him for roughly 14 EUR. Our originally booked one can be cancelled at a low fee, so we end up not only being cheaper, but also being back in Puerto Natales way earlier than planned.

We stay 2 more nights, have a lovely evening with good talks and a couple of beers with Madelin and Elias from Switzerland, which we met on the hike, and start our last day in Patagonia with a ride to the Punta Arenas Airport. Santiago de Chile will be the final destination for our Southamerica-travels. And again, we leave this beautiful area quite sad, Patagonia is absolutely stunning! And we’re sure to be back at some stage…

Chile – der Norden

English version below ↓


Unsere Zeit in Peru nähert sich dem Ende, und von Arequipa aus entscheiden wir uns, mit dem Bus die Grenze zu überqueren und zunächst nach Tacna zu fahren. Dort muss man umsteigen in eine Art Transferbus, der regelmäßig zwischen Tacna auf der peruanischen Seite und Arica in Chile pendelt. Am Busbahnhof in Arequipa finden wir schnell ein Ticket zu unglaublich günstigen Preisen, und kurz vorm Einsteigen treffen wir David, einen Amerikaner, der auch auf seinem Weg durch Südamerika ist.
So steigen wir gemeinsam in den Bus und machen uns auf den Weg.

In Tacna gibt es verschiedene Möglichkeiten, über die Grenze zu gelangen. Taxifahrer bieten sich an, private Fahrgemeinschaften – so genannte Collectivos – versprechen die günstigsten Preise, um in den auch am günstigsten aussehenden Autos mitgenommen zu werden J Wir entscheiden uns vor Ort für einen regulären Bus, und bekommen noch einen Platz. Denn diese stehen am Terminal und fahren, wenn sie voll sind. Ein wenig zögerlich händigen wir dem Fahrer auf Anforderung hin unsere Reisepässe aus – das Einzige neben unseren Kreditkarten, dass wir in keinem Land der Welt  gern aus der Hand geben. Aber ok, wir wollen ja mitfahren, dann ist das wohl so. Nach ca. 45 Minuten erreichen wir die Chilenische Grenze, und selbst spät am Abend ist da die Hölle los. Aber alles läuft erstaunlich gut, wir dürfen sogar unsere Lebensmittel mitnehmen, und bekommen den nächsten Stempel im Pass. Anschließend geht es noch mal für gut 30 Minuten weiter nach Arica, wo wir uns im Hosteling International eingebucht haben. David auch, so dass wir gemeinsam ein Taxi nehmen und die paar Minuten rüber fahren.

Als wir dort ankommen, gibt es eine kleine Überraschung: hatte Chris schon im Bus gesagt „Ey, die Uhr geht ja völlig falsch!“ stellt sich heraus, dass das nicht so falsch war. In der Tat herrschen zwischen Peru und Chile ZWEI Stunden Zeitunterschied – und schwupps, da ist es nicht mehr 22 Uhr, sondern kurz nach Mitternacht. Und Chris hat Geburtstag. Jippieee, findet auch Roberto, unser Host, und spendiert direkt mal eine Umarmung und ein Bier aufs Haus 😀 Nichts desto trotz haben wir Hunger, und ziehen noch einmal um die Ecke, um uns ein Sandwich bzw. einen Burger zu gönnen. Und damit auch das Drama der kommenden Wochen beginnen zu lassen. Chris sitzt schon in dieser ersten Nacht länger als gewünscht auf dem Porzellan, und es soll unserem Darmtrakten in Chile nie wieder wirklich besser gehen…

Aber ok, was soll man machen, den nächsten Tag, also Chris Geburtstag, verbringen wir in der Stadt. Arica ist eigentlich ganz nett, aber auch nicht zwingend eine Perle. Es ist eine typische Grenzstadt, eine Mischung aus schmucker Innenstadt und einigen slumartigen Vierteln, einem recht netten Strandabschnitt, flankiert von einem unglaublich schmutzigen, und einem großen Industriehafen neben dem Fischereihafen. Alles in allem eine Durchgangsstation für viele. Im Hostel haben wir Mikaela und Brandon kennen gelernt, und gemeinsam mit David sitzen wir erst mal zu fünft im Taxi – alles kein Problem hier, und erkunden ein wenig die Gegend. Abends zurück im Hostel feiern wir ein klein wenig, wenn man das so sagen kann, mit anderen Reisenden, und Regina spendiert sogar einen Kuchen – eben die tollste Verlobte, die man sich wünschen kann!

Die nächsten 2 Tage entspannen wir hauptsächlich, verbringen noch mal einen halben Tag an einem anderen Strand, wo wir uns vor lauter braunem Schaum nicht wirklich trauen zu schwimmen, bevor wir uns dann wieder mit dem Nachtbus auf den Weg nach San Pedro de Atacama machen.

Wir haben uns eine Unterkunft im Zelt gebucht. In den Cabanas Altos de Quitor werden ausgestattete Zelte mit Matratzen und Bettzeug bereit gestellt, und das ist in der Tat echt schön gemacht. Das Personal ist super nett, es gibt ein gutes Frühstück und wir leihen uns Fahrräder. Das ist auch das interessante daran, denn die Cabanas liegen ein wenig außerhalb des Ortes, was es nicht ganz einfach macht. Auf der Fahrt hierher haben wir Olivia aus der Schweiz kennen gelernt, auch sie ist eine Weile unterwegs und wir verabreden uns gemeinsam mit David zum Mittagessen bzw. auf eine Erkundung der Ortschaft.

San Pedro ist ein eigenartiger kleiner Ort, besteht zu einem Großteil aus Restaurants, Hostels und Reiseagenturen für die verschiedensten Touren. Die befestigte Straße endet genau jeweils am Ortsende und um Geld zu bekommen, steht man besser schon 45 Minuten vor Öffnung der Bank am Automaten an… Am liebsten würden wir natürlich in die Atacama-Wüste fahren. Doch es stellt sich heraus, dass es leider auf dem Weg dorthin in den vergangenen Tagen und Wochen geregnet hat. Die Agenturen und Anbieter verweisen auf Alternativen, die im Falle einer Unpassierbarkeit der Straße dann vor Ort entschieden würden, aber keiner gibt eine Garantie – auch keine, um im Falle des Abbruchs eine Erstattung der nicht unerheblichen Kosten zu bekommen. So buchen wir zunächst eine Fahrt ins Moon Valley, das Valle de la Luna, für den nächsten Tag. Das geht ja immer. Sagt man uns.

Ist aber nicht so. Nach einem wirklich schönen ersten Teil zieht dann in der Tat ein Gewitter auf und mit dem ersten Regen wird der Nationalpark geschlossen. Der Bus muss umkehren, wir erhalten zumindest den Eintritt zum Death Valley zurück. Auch eine Tour ins gar nicht so weit entfernte Salar de Uyuni in Bolivien ist leider nicht mehr möglich, da wir unsere Flüge in den Süden schon gebucht haben und eine Rückkehr nach San Pedro nur mit einer 4-Tages-Tour machbar ist. Auch das hat man uns zuvor anders erklärt, aber hier geht vieles seinen eigenen Gang. Wir kommen an einen Punkt, wo wir definitiv erst mal enttäuscht sind, ein wenig fest stecken und dann nur noch entscheiden können, die Nächte in San Pedro nicht zu verlängern und nach Calama zu fahren, um auf unseren Flug zu warten. Auch David begleitet uns, er fliegt einen Tag früher, so dass wir zumindest gemeinsam auf Reginas Geburtstag anstoßen können.

Calama hat laut TripAdvisor genau 17 Sehenswürdigkeiten – an zweiter Position das lokale Einkaufszentrum. Irgendwie sagt das eine Menge aus. Viel können wir nicht machen, aber davon nehmen wir das Beste. Regina gönnt sich eine echt gute Maniküre zu Ihrem Geburtstag, Christian einen Friseurbesuch und dann freuen wir uns auf etwas Neues. Unser nächster Flug bringt uns über Santiago nach Patagonien. Endlich. Auch ein lang gehegter Traum, und wir hoffen, dass es dort im Süden ein wenig besser läuft als in San Pedro…

 


English Version

Chile – the northern part

Our time in Peru slowly comes towards an end, so we decide to cross borders by bus again and get a ride to Tacna first. Here, we need to change into some kind of transfer bus which commutes between Tacna in Peru and Arica in Chile. At the bus terminal in Arequipa, we rather quickly get a ticket at cheapest prices again, and shortly before boarding the bus we meet David, an American guy on his way through South America.

So we board the bus together and get on the way. In Tacna, there’s quite a few option to go on for Arica. Taxi driver offering their service, private shared rides – so called collectivos – promise the cheapest prices to get you over the border in actually the cheapest looking cars J We decide on site to hop on an official bus, and we’re lucky to get a space. These buses are waiting in front of the terminal until full. We’re hesitating a bit to hand the driver our passports, the only thing besides our credit cards that we absolutely don’t want to lose sight of. But ok, we want to go on the bus, so no choice but to do as told. After about 45 minutes we approach the Chilean border, even late in the evening it is super crowded. Everything is totally easy, we’re even allowed to take our food with us, and get the next print in our passport. Following another 30 minutes bus ride, we arrive in Arica, where we’ve got a room booked in the Hosteling International Hostel, so has David, and we share a Taxi to get there.

As we arrived, a little surprise was actually waiting for us: since Chris already said on the bus “Hey, this clock is totally wrong!”, it appears that this was actually not that wrong. Indeed there’s a TWO hour time difference between Peru and Chile – and bang, it wasn’t 10pm anymore, but shortly after midnight. And that made it Chris’ birthday! Yeaiii, was also Roberto’s reaction, so Chris got a hug and a beer immediately 😀 Nevertheless, we were hungry, and we make a quick walk around the corner for a late-night sandwich and a burger. And to let the next weeks drama begin. Chris is having a bathroom session in the first night already, and in general our stomachs shouldn’t get any better during our time in Chile…

But ok, what can you do, the next day, actually Chris’ birthday, we spend some time in the city. Arica is ok, but not really a hidden gem. A typical border town, a mixture out of a lovely downtown, but then also seedy quarters, a nice beach next to one that is extremely dirty, and an industry port next to a little fishing one. In the hostel we met also Mikaela and Brandon, and together with David we share a taxi for 5 people (yes, only 4 seats), which doesn’t seem to be an issue, and explore the area. In the evening, we try to at least have a little party with fellow travellers and Regina even comes up with a cake – best fiancé ever!

The next 2 days we mainly relax, spend another half day at the beach where we don’t really fancy going into the water which is covered by brown foam, and then we make our way to the night bus towards San Pedro de Atacama.

We booked ourselves into the “glamping” resort Altos de Quitor, meaning that pre set-up tents are waiting featuring a mattress and duvets, and this is indeed super nice. The staff is super nice, we get great breakfast and rent bicycles. This is actually the interesting thing, since the Cabanas are located a bit outside of town, and that makes it a bit challenging. On the way we met Olivia from Switzerland, who is also traveling for quite a while, and together with David we meet up in town for some lunch and to explore what’s on.

San Pedro is a weird little town, made up mostly by restaurants, hostels and travel agencies for most of the tours. The paved road ends exactly at one end of the town and continues on the other and to get money at an ATM, you better prepare to queue up in front of the bank about 45 minutes before doors open. We’d love to go to the Atacama desert, however we quickly realize that it has been raining in the area in the past couple of weeks. All tour operators mention alternative activities in case the road wouldn’t be accessible, but no one guarantees anything – especially getting the money back in case the tour can’t be completed. So we stick to our possibilities and book a tour to the moon valley for the next day. This is always working, so they tell us.

But it is not. After a lovely first part, a thunderstorm comes up and with the first drops of rain, the national park is being closed. Our bus is forced to turn around, at least we’re being refunded the entry fee for the death valley which we couldn’t visit. Also a tour to Salar de Uyuni in Bolivia is not possible any more since we booked our flights already and can only get back to San Pedro if we hop on the 4 day tour. This has been explained totally different in the first agency, but it seems that this is sort of another way of communication here. We’re getting to a feeling of disappointment, being stuck and can only decide to not extend our stay here and leave earlier to Calama from where we’ll fly down to Patagonia. David is coming with us, and so we’ve got at least the chance to raise a glass for Regina’s birthday together!

According to TripAdvisor, Calama has a total of 17 tourist attractions – with the local shopping mall listed 2nd place. That says it pretty much all. We can’t do much, but we make the best out of it. Regina is getting a manicure for her birthday, Chris is visiting a hairdresser and then we’re looking forward to something new and different again. Our next flight will lead us via Santiago to Punta Arenas, Patagonia calling. Another long dream, and we’re hoping that this one will be a bit better than San Pedro…