Destiny shaping an idea

Do you know these moments when shit seems to hit the fan? I’m a strong believer in the idea that everything happens for a reason. Well, most of the things. Because sometimes it comes to the point where you think: “Really, life? REALLY?” However, it’s those moments that you also feel that massive kick in the ass forcing you to stand up and start thinking about changes. Well, and that’s how it all started at the end of 2015.

Long story short: facing structural changes in the company and changing my actual position at that time, being diagnosed with a triple slipped disc not able to move, adding a tinnitus after 5 weeks of being written off sick and in that state having to attend 2 funerals of beloved family members didn’t make 2016 the best year ever. It is due to pure desperation that I started searching for something that could give me a goal, something that is worth fighting for, and something that was doable at least within a certain time. Needless to say that the strongest support came from my family and my significant other half too!

While Regina, just having started a new job at that time, was rather shocked when I said that I was looking into some “foreign experience”, it quickly became clear that the both of us wanted to change our lives together. For me, all attempts to being sent as an expat for another time abroad so far did not work out. For Regina, the whole thing became a completely new consideration, and in the beginning, we both had no idea on what to do and when to do it.

Time to take the helm. But what exactly would make sense? Definitely going abroad is the big dream, so we started discussing, and after a few bottles of red wine with me just turning 35, the only country that was basically left to try and get a working Visa was Canada. So we did apply, decided to invest the 270 CAD required and see what happens. Interesting enough I had to give much more proof of my current situation – especially financial – to the immigration than Riga.

About 4 weeks later we were confronted with a granted open work permit, teaching us 2 main things: a) it seemed that we did get an open work permit which was valid for up to 4 years cumulatively (at least that’s what was mentioned on the letter) and b) we had to enter the country within the following 12 months. Which meant beginning of April 2017… we looked at each other and thought: NICE! Let’s do this. So planning begun. And none of us would have expected how many stones were about to be put in our way…

Deutsche Version:

Kennt Ihr das, wenn die Kacke so richtig am Dampfen ist? Ich glaube ja sehr stark daran, dass alle Dinge aus einem gewissen Grund passieren. Na ja zumindest das Meiste. Denn manchmal kommt dann nun mal der Punkt, an dem Du denkst: „Wirklich jetzt? Ernsthaft?“ Auf der anderen Seite sind es genau diese Momente, die Dir den richtigen Arschtritt geben, in denen Du merkst, es ist Zeit aufzustehen und an eine Veränderung zu denken. Na ja, und das war der Anfang von allem, Ende 2015.

Kurzer Rede langer Sinn: durch Strukturelle Umbauten in der Firma hatte ich meine eigentliche Position wechseln müssen, die Diagnose eines 3-fachen Bandscheibenvorfalls auf dem Tisch, zu dem sich dann nach 5 Wochen Krankschreibung auch ein Tinnitus gesellte. In diesem Zustand durch 2 Beerdigungen geliebter Familienmitglieder zu müssen, machte 2016 jetzt nicht zum Besten aller Jahre. Es war ein Stück weit pure Verzweiflung, dass ich begann, nach etwas Neuem zu suchen, einem Ziel, irgendwas wofür es sich zu kämpfen lohnt, und was jetzt nicht zwingend ein Lebens-Projekt war. Ungeachtet dessen kam natürlich die größte Unterstützung in dieser Zeit von meiner Familie und meiner besseren Hälfte!

Während also Regina, gerade einen neuen Job begonnen, angemessen überrascht war, als ich den Plan eines Auslandsaufenthaltes auf den Tisch brachte, wurde uns aber beiden recht schnell klar, dass wir das, wenn überhaupt, schon gemeinsam machen wollten. Für mich waren bis dato die Versuche gescheitert, mich noch einmal vom Unternehmen selbst entsenden zu lassen. Für Regina war es eine komplett neue Überlegung, und zu Beginn hatten wir keine Ahnung, was genau wir eigentlich wollten und wann wir es wollten.

Zeit also, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen. Aber was genau würde Sinn machen? Noch einmal ins Ausland, das war zumindest der große Traum, und so haben wir viel diskutiert, und über die ein oder andere Flasche Rotwein wurde klar, dass in meinem Alter von nunmehr fast 35 nur noch Kanada übrigblieb, um ein Arbeitsvisum zu erhalten. Also haben wir uns einfach beworben, die gut 200 EUR investiert und geschaut was passiert. Interessanterweise musste ich bei dieser ganzen Sache die Hosen auch deutlich weiter runterlassen als Regina, zumindest was die finanziellen Auskünfte angeht.

Und gut 4 Wochen später standen wir dann da, mit einer Arbeitserlaubnis für Kanada. Und um erst mal zwei Dinge schlauer: a) es sah aus, als hätte man uns eine auf 4 Jahre gültige Arbeitserlaubnis erteilt (zumindest stand das auf der Bescheinigung) und b) wir mussten innerhalb von 12 Monaten einreisen. Was zeitlich gesehen dann den April 2017 bedeutete. Also schauten wir uns an und dachten: GEIL! Machen wir das. Die Planungen konnten beginnen. Und zu dem Zeitpunkt hatten wir keinen blassen Schimmer, wie viele Steine uns noch in den Weg gelegt werden sollten…