Einreise nach Kanada – challenge #1

Also traten wir unsere Reise gegen Ende Januar an, für Regina als Urlaub, für Chris als Stopover zu einem geschäftlichen Meeting eine Woche später in den USA. Wir fanden bezahlbare Flüge mit Air Canada und auch wenn wir wussten, dass es tiefster Winter sein würde, so waren wir doch ebenso aufgeregt, mal etwas komplett Neues zu sehn.

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Taking off from Munich

 

Nach einem recht gemütlichen Direktflug stellten wir uns dann auch brav bei der Einreise an, voll ausgerüstet mit all unseren Dokumenten und bereit, den Stempel im Reisepass abzuholen. Sobald wir allerdings im Einreisebüro selbst waren, stellte sich heraus, dass es anscheinend Verwirrung um unser Visum bzw. die entsprechende Bescheinigung gab, was dann recht schnell zu Diskussionen zwischen den Beamten führte. Um es abzukürzen, nach etwa 15 Minuten kam dann jemand aus dem Büro, „entschied“ anhand einer Ordnungszahl, dass es sich hier um ein Working Holiday Visum handelt, was ab heute für ein Jahr gültig ist. Stempel rein, besten Dank, die Zeit läuft jetzt.

Das dies jetzt nicht in etwa das war, was wir erwarteten, dürfte jedem klar sein. Aber es war auch klar, dass weitere Diskussionen keinen Sinn hatten, es sei denn wir wollten das Land JETZT wieder verlassen. Und so war es dann, da standen wir mit einem Working holiday Visum, gültig bis 28. Januar 2018…

Nach dem ersten Schock auf diese neue Situation entschieden wir aber dann, dass uns das jetzt nicht den Urlaub versaut. Es war nicht zu ändern, also greift eine alt bewährte Regel: Wenn der Plan nicht funktioniert, ändere den Plan, aber nicht das Ziel. Also erst mal Zeit für Urlaub.

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Room with a view – our little hostel

 

Wir erkundeten die Stadt, fanden wundervolle Plätze zum Essen und Trinken – die auch bald in unserer „Top…“ Liste zu finden sein werden, und hatten natürlich eine Kostprobe vom Winter in Kanada bekommen. Also kein Scheiß, es war bitter bitter kalt! Ein Fakt, der die Einwohner Torontos unter die Erde treibt. Man bewegt sich in einem unterirdischen Wegesystem genannt „The Path“. Dieser verbindet Gebäude, UBahn-Stationen und Plätze, beherbergt Einkaufszentren und Fressmeilen auf einer Gesamtlänge von über 30km. Sehr beeindruckend – und als Tourist auch gefährlich, denn  man weiß wirklich nie wo man ist!

Einen der schönsten Tage verbrachten wir in jedem Fall mit einem Ausflug zu den Niagarafällen. Wir setzten uns in unseren Mietwagen und fuhren entlang des Ontariosees Richtung US-Grenze. Wenn man es vorher noch nicht gesehen hat, zeigt die Natur gerade im Winter ihre komplette Schönheit. Der Wassernebel der Fälle gefriert überall entlang des Weges und lässt einzigartige Skulpturen entstehen.

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Niagara Falls in winter – truly amazing

 

Das Wetter wurde immer schöner über den Tag, so dass wir auch noch über die Brücke in die USA rüber spaziert sind, noch eine Stunde am Fluss entlang liefen und uns auf den Rückweg nach Toronto machten.

Den letzten Abend verbrachten wir mit einem wundervollen Abendessen im drehenden Restaurant des CN Tower auf 345m Höhe. Teuer, keine Frage, aber mit dem schönsten Ausblick über Toronto und exzellentem Essen, vergaßen wir für einen Moment die neue Situation und die Tatsache neue Pläne machen zu müssen, wenn wir dann doch noch mal im Ausland leben und reisen wollten. Wir entschieden, nach unserer Rückkehr weiter darüber zu sprechen, und nach einer tollen Woche mit vielen neuen Eindrücken machte sich Regina auf den Weg zurück nach München und Chris nach Vegas.

Zeit, die Pläne zu überdenken…

English version:

So we started our travels end of January, Regina as a holiday, Chris as a plan to move on after one week in Toronto for a business meeting in the US. We found a good price flight with Air Canada and although going there in Winter, both of us were super excited about that little short trip to a city neither one of us had been before.

After a cozy and calm direct flight, we queued up in Toronto Immigration, fully equipped with all our documents and ready to get the print in our passport. Being sent to the Immigration office, we started to realize that there was actually confusion amongst the officers on what exactly that document claimed to be, and discussions started. To make it short, after about 15 minutes, one of the staff made the „decision“ that this paper had a specific number, which was stated to be a working holiday visa, valid from today for one year. Said it, stapled the paper in our passport, thank you very much, time is running.

Well, this was not really what we expected, but it became clear that there was no further discussion needed, except we wanted to leave the country right now. And that’s how it is, here we stood with a visa that would expire on the 28th of January 2018…

After the first sort of shock, we decided to not let this spoil our holiday for now. We couldn’t change it anyways, so one rule applied from that moment: if the plan doesn’t work, change the plan. But never change the goal! So first of all, time for holidays!

We explored the city, found some great places to have food and drinks – soon to come in our „must-visit“ list, and had the chance to experience the VERY COLD winter of Canada. Indeed, no kidding, it was freezing cold. A fact that let’s people use an underground walkway system called „The Path“, which connects buildings, places and metro lines, houses food courts and shopping malls on a total of 30km length – quite impressive and dangerous if you don’t know where you are and where to go!

One of the most awesome days was our visit to the Niagara falls. We took our rental car and made our way along Lake Ontario towards the US boarder. Not having seen this place before, the beauty of nature definitely shows off here in winter. When everything that get’s hit by the spray of the falls freezes in direction of the wind, some amazing sculptures grow along the parks.

The weather as such was beautiful then, and we even decided to cross the boarder to the USA and spend an hour or so just walking up the river before heading back to Toronto.

The last evening, we treated ourselves with a wonderful dinner at the top spinning restaurant of the CN Tower at 345m. Pricey, that is out of question, but with the most stunning view over Toronto and great food, we forgot for a few moments that new situation and having to make new plans if we wanted to live abroad and travel too. We decided to consider all of this at home, and after a wonderful week with a completely new experience, Regina left for Munich and Chris went to Vegas for a few days.

Again time to make plans…

 

 

 

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