Sydney – absolut l(i)ebenswert!

Australien… Ein Urlaubs- und Backpackerziel schlechthin. Allein die Zahlen sprechen für sich: in 2017 kamen 8.815.700 Touristen nach Australien, davon 208.400 aus Deutschland.* Auch ich wollte endlich mal dieses Land sehen! Und da eine gemeinsame Weltreise immer irgendwo ein Kompromiss ist, erklärte sich Chris dazu bereit, Neuseeland für ein anderes Mal „aufzusparen“ und mir Australien zu zeigen, wo er bereits 2009/2010 für über ein Jahr gelebt und gearbeitet hat.

In Samoa geht es mal wieder sehr früh los zum Flughafen. Und als wüsste der Himmel, dass wir dieses Paradies auf Erden verlassen, regnet es wie aus Strömen. Wir fliegen diesmal mit Virgin Australia, haben also nicht den Luxus wie auf dem Hinflug – Verpflegung müssten wir auch kaufen :-/. Jedoch ist Chris wieder sehr charmant und bekommt vom Steward eine Portion Frühstück für uns beide geschenkt. So müssen wir nicht bis zu unserer Ankunft in Australien hungern.

Obwohl wir in Samoa bereits Traumwetter mit über 30°C im Schatten genießen konnten, ist die Hitze in Australien bei unserer Ankunft noch krasser. Die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel und es herrschen Rekordtemperaturen von über 40°C in Sydney. Für die erste Woche in Sydney haben wir uns einen kleinen Mietwagen genommen, da wir bei einem Freund von Chris außerhalb der Stadt unterkommen und von dort aus immer wieder in die Stadt fahren wollen.

Nachdem nun der Mietwagen abgeholt und beladen ist, ist es endlich Zeit für ein anständiges Frühstück. Wir fahren zu The Rusty Rabbit in Darlinghurst und schlagen uns die Bäuche voll mit leckeren Broten und einem richtig gutem Kaffee. Ich bin jetzt schon begeistert von der ganzen Umgebung und dem Vibe, der in dieser Stadt herrscht.

Anschließend fahren wir weiter zu The Rocks, von wo aus wir am Circular Quay entlang zum legendären Sydney Opera House spazieren. Das Gebäude und die Aussicht auf die Harbour Bridge ist der Hammer! Wir können sogar Menschen sehen, die den Bridge Climb gehen. Es wird uns jetzt aber langsam echt zu heiß und da wir auf Samoa unsere Sonnencreme aufgebraucht haben (die zweite Flasche übrigens schon auf der Weltreise), flüchten wir vor der Sonne ins Opera House auch in der Hoffnung, für die kommende Woche Karten für eine Vorstellung zu erhalten. Auf dem Spielplan ist jedoch nichts, wofür wir bereit wären den doch relativ stolzen Preis zu bezahlen.

Wir spazieren von Schatten zu Schatten wieder zurück zu The Rocks und unserem Auto, um damit weiter zum QVB – kurz für Queen Victoria Building – zu fahren. Ich fühle mich wie im Paradies! Hier könnte ich den ganzen Tag verbringen und shoppen, wenn ich denn das Geld dafür hätte 😉 Die Preise in den Geschäften sind nicht für den Geldbeutel eines Weltreisenden gedacht – schade, aber naja: dafür reisen wir! Wir gönnen uns stattdessen einen leckeren Joghurt mit frischen Früchten im Food Court – das ist ja schon etwas!

Noch schnell zum nächsten Whoolworths um neue Sonnencreme zu kaufen und dann geht es raus aus der Stadt zu Hinnerk!

Und das ist dann doch eine ziemlich weite Fahrt hinaus nach Wilberforce! Laut GoogleMaps, haben wir nach knapp einer Stunde unser Ziel erreicht, aber auf eine Hühnerfarm wollten wir eigentlich nicht. Wo ist denn nun die Hannover Lodge?!? Nachdem wir dann zweimal am Schild vorbeigefahren sind, finden wir die Einfahrt, öffnen kurzerhand das Tor, und fahren auf das weitläufige Gelände von Hinnerks Pferdegestüt. Da der Hausherr nach einem Reitunfall etwas „bewegungseingeschränkt“ ist, werden wir als ersten von den beiden Hundedamen Millie und Dixie lebhaft begrüßt! Was für ein toller Empfang!

Wir beziehen das wohlriechende Gästezimmer und dann geht schon wieder weiter zum nächsten Essen. Jetzt steht Abendessen im „Hotel“ an – so werden hier die Pubs genannt. Das Essen sieht ziemlich lecker aus und da die Portionen sehr groß sind, bin ich froh nur die Kinderportion gewählt zu haben. Diese Völlerei macht mich noch fertig 😀

Und nachdem Chris bisher gefahren ist, traue ich mich endlich an das Steuer auf der falschen Seite. Bis auf die ständige Verwechslung von Scheibenwischer- und Blinkerhebel und dem kurzzeitigen Fahren auf der falschen Straßenseite nach dem Abbiegen, klappt das Fahren auch für mich hier problemlos! Die beiden Herren müssen also nicht um ihr Leben fürchten.

Den nächsten Tag lassen wir ruhig angehen. Aufgrund des Zeitunterschieds zu Samoa und dem doch regen Betrieb am frühen Morgen auf dem Gestüt, sind auch wir früh wach.

Und die folgenden Tage verbringen wir abwechselnd mit Nichts-tun bei Hinnerk oder wir fahren nach Sydney rein. Natürlich versucht Chris mir so viele Highlights Sydneys wie möglich zu zeigen, aber wie es immer auf Reisen ist, kann man nicht alles innerhalb einer Woche sehen. Wir gehen den Bondi-to-Coogee-Walk, trinken in Glebe Kaffee, schauen uns Darling Harbor an und spazieren im neu geschaffenen Barangaroo-Park! Gleichzeitig versuchen wir so viele Freunde und Bekannte von Chris aus seiner Zeit in Australien zu treffen, meist in Verbindung mit Lunch, Kaffee oder Dinner. Irgendwie ist unser Sydney-Aufenthalt geprägt von ständigem Essen. Glücklicherweise haben wir keine Waage, mit der wir die Auswirkungen kontrollieren könnten 😀

Nachdem ich Vancouver auf den Geschmack von Sushi gekommen bin und es auch in Australien eine Vielzahl von guten Sushi-Restaurants gibt, lädt mich Chris auf ein Dinner bei Sushi-on-Stanley ein. Dieser Laden ist ziemlich klein, bietet aber mit das beste und trotzdem eins der preiswertesten Sushi in Sydney an. Die Warteschlange vor dem Laden, zeugt von der Beliebtheit – zumal es in Strömen regnet und es kaum Unterstellmöglichkeiten gibt.

Ein weiteres Highlight für uns ist das Pferderennen, welches wir mit Hinnerk und seiner Freundin Jess besuchen! Da wir keine adäquaten Klamotten dabei haben, leihen uns die beiden ein Outfit. So passen Chris Anzug und Hemd von Hinnerk und ich quetsche mich in ein Kleid von Jess. Leider sind mir ihre Schuhe zu groß und ich kaufe mir günstige Pumps bei Target – für einmal Tragen passt das schon.

Beim Wetten selber haben wir nicht so viel Erfolg. Wir haben keine Ahnung vom Pferdesport und das Glück ist uns an diesem Tag auch nicht hold, sodass wir unseren Einsatz verspielen. Aber auch aus diesem Verlust können wir etwas positives Gewinnen: Glück in der Liebe… 😉

Außerdem laden uns die beiden noch zu einem echt schicken Abendessen bei einem guten Italiener ein – was wollen wir mehr?

Die erste Woche Australien verfliegt viel zu schnell. Wir fahren wieder zum Flughafen, aber nur um das Auto zu wechseln. Für die nächsten Wochen haben wir uns einen SUV gemietet um damit unseren Roadtrip an der Ostküste Australiens zu machen. Wir haben uns für einen großen Wagen entschieden, um auch notfalls in diesem Übernachten zu können, falls es mal keinen Campingplatz und kein bezahlbares Hostel oder Motel für uns gibt.

So sehr wir uns auf den Roadtrip freuen, so sehr fällt es uns auch schwer wirklich aufzubrechen. Dieses gemütliche Bett, eine gute Küche und vor allem gute Freunde machen es uns schwer weiter zu fahren. Daher verschieben wir unsere Abfahrt um weitere zwei Tage, die wir einfach mit Nichts-Tun auf dem Gestüt verbringen. Naja, fast nichts: Chris darf Rasen mähen!

Wie unser Roadtrip war und was wir erlebt haben, erfahrt ihr im nächsten Beitrag! Also bleibt uns treu :-*

 

*Quelle: http://www.tourism.australia.com/en/markets-and-research/tourism-statistics/international-visitor-arrivals.html

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