Dubai – Stadt der Superlative

Nach einem herrlichen Nachtflug, wo wir beide halbwegs gut schlafen konnten, landen wir um 5 Uhr Ortszeit in Dubai, der größten Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Sonne geht langsam auf, als wir uns aus dem Terminal heraus zum Taxistand begeben, wo uns das bereits bestellte Uber abholt. Die letzten beiden Nächte unserer einjährigen Auszeit würden wir gern mit ein klein wenig Luxus verbringen. Und wo geht das besser als in Dubai?

Wir übernachten im Media One*, einem recht zentral gelegenem Hotel in der Media City Dubais. Durch unseren Nachtflug sind wir viel zu früh im Hotel um für unsere getätigte Reservierung einchecken zu können. Aber für einen Aufpreis können wir einen early check-in nutzen, der auch das Frühstücksbüffet beinhaltet. Und das hat es in sich: nach Wochen, in denen hauptsächlich Eier in allen Variationen oder Toastbrot mit wahlweise Butter oder Marmelade unser Frühstück darstellten, können wir uns heute ob der schieren Auswahl gar nicht entscheiden. Es gibt sogar Brot. Richtiges Brot! Unser ganz persönlicher Superlativ fängt schon beim Frühstück in Dubai an.

Aquaventure Dubai

Für heute haben wir jedoch noch andere Pläne als nur Frühstücken. Wir sind beide Fans von Rutschen und Wasser, daher müssen wir unbedingt in das Aquaventure Dubai im Atlantis The Palm, einem der größten Luxushotels der Welt. Zugegeben, der Eintritt in den Mega Wasserpark ist mit AED 289 – derzeit knapp 70 EUR (pro Person!) – schon sehr hoch, doch es lohnt sich. Auf knapp 17 Hektar gibt es von Entspannung am künstlichen Strand bis zum ultimativen Nervenkitzel in den steilsten Rutschen der Welt fast nichts, was es nicht gibt.

Wir starten mit dem „Tower of Neptune“. Dieser Turm beherbergt zwei besondere Wasserrutschen, die man vermutlich schon aus verschiedenen Fernsehformaten kennt: The Leap of Faith und Shark Attack. The Leap of Faith – hier ist der Name Programm. Tritt man an die Rutsche heran, so will man da eigentlich gar nicht herunter, es wirkt, als würde man senkrecht fallen. Und in der Tat würde Regina am liebsten wieder über die Treppen zurück, aber erstmal oben angekommen gibt es nur einen Weg nach unten: Rutschen. Angefeuert vom Bademeister und allen anderen Wartenden bleibt Regina nichts anderes übrig, als sich auf die Rutsche zu setzen – und dann geht es auch schon runter. Der gellende Schrei ist vermutlich der lauteste des Tages im gesamten Aquaventure. In nur einer Sekunde fällt man fast senkrecht 9 Stockwerke nach unten, bevor man in einer durchsichtigen Röhre das Haifisch- und Rochenbecken durchquert. Von Haien und Rochen bekommt Regina aber nichts mit, da sie ihre Augen ganz fest geschlossen hat.

Nach diesem Adrenalin-Kick gehen wir es entspannt an und lassen uns auf unseren Reifen durch die 1,6km langen Stromschnellen treiben. Das ist super gemütlich, aber Vorsicht: hier herrscht echte Sonnenbrandgefahr! Also immer gut mit Sun-Blocker eincremen! Nach einer guten halben Stunde muss der nächste Adrenalin-Kick her, also geht es wieder rauf in den Turm und dann gemeinsam die Shark Attack hinunter. Diese Rutsche startet ziemlich wild und steil, findet ihren Ausklang aber auch wieder im Haifischbecken, wo man langsam durch eine Glasröhre treibt und die Tiere beobachten kann.

So verbringen wir den ganzen Tag indem wir uns entweder steile Rutschen herunter stürzen oder uns in den Stromschnellen treiben lassen. Nur für eine Rutsche reicht unser beider Mut nicht: Poseidon’s Revenge. Man stellt sich in eine Kapsel, irgendwann drückt der Bademeister einen Knopf und die Falltür öffnet sich. Man fällt mit 60 Sachen in die Rutsche, bevor man durch einen Looping schießt. Das war sogar für Chris zu viel.

Aber HEY! Ein Video haben wir gemacht, und das wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten 😀

Unser Tag im Aquaventure

Wir finden das Aquaventure absolut super, und können es nur empfehlen, wenn man in Dubai ist und natürlich Freizeit- und Wasserparks liebt. Hier einige Facts für Euch, falls Ihr auch einen Besuch im Aquaventure plant:

  • Der Tageseintritt richtet sich nach der Körpergröße:
    • über 1,2 m Körpergröße zahlt man AED 289,
    • unter 1,2 m AED 235.
  • Übernachtet man im Atlantis The Palm, ist der Eintritt für das Aquaventure im Zimmerpreis inbegriffen. Daher lohnt es sich hier die Preise zu vergleichen.
  • Zum Tageseintritt können weitere Kosten hinzukommen für Schließfächer und den Handtuchverleih (beides derzeit AED 45). 
  • Offiziell ist das Mitbringen von Speisen und Getränken nicht erlaubt, wir hatten jedoch unsere Wasserflaschen dabei. Das hat keiner kontrolliert und wie in jedem Freizeitpark sind die Preise für Essen und Getränke schon gesalzen.
  • Das Aquaventure bietet nicht nur Wasserrutschen, sondern auch einen 700m langen privaten Sandstrand. Außerdem kann man weitere Dinge wie Schwimmen mit Delphinen, Rochenfüttern, etc. pp. dazu buchen. Das war aber nichts für uns, daher können wir nichts dazu erzählen.

Dubai Mall

Nach sieben Stunden Rutschen haben auch wir genug und wir verkrümeln und zum Duschen ins Hotel. Denn Dubai hat weit aus mehr zu bieten. Für uns steht heute noch die Dubai Mall an. Dieser Shopping Komplex wurde im November 2008 eröffnet und  beherbergt 1200 Geschäfte, darunter auch den größten Gold-Souk der Welt mit 220 Geschäften. Hinzu kommen das weltweit größte Aquarium, eine Kunsteisbahn, ein Übergang zum höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa sowie den davor liegenden Burj See mit der größten Musik-choregrafierten Springbrunnen-Show der Welt.

Wohin man auch schaut, es ist irgendwie alles das Größte, Längste, Teuerste und Beste. Bereits in Las Vegas waren wir von der Wassershow begeistert und in der Tat sind die Designer der Las Vegas Wassershow vor dem Bellagio auch für die Wassershow vor dem Burj Khalifa verantwortlich. Die Ähnlichkeit ist nicht weg zu reden. Unser Tag ist bis hierhin schon super ereignisreich und wir sind ganz schön geflasht und auch ein wenig jetlagged, daher entscheiden wir uns gegen den Besuch des Burj Khalifa. Der Eintritt ist nicht wirklich günstig, Chris war bereits schon mal oben und Riga hat keine Lust – wieso also das Geld ausgeben?

Da der erste Tag in Dubai schon voller Superlative war und wir Mittags mit einem ehemaligen Arbeitskollegen von Chris verabredet sind, starten wir den zweiten Tag gemütlich. Wir frühstücken in aller Ruhe und spielen eine letzte Runde „Phase 10“ (Chris weigert sich nach einem Gleichstand weiterzuspielen, also gibt es keinen Gewinner) und machen noch etwas Sport, bevor es dann schon zum Mittagessen geht.

Wüstensafari

Für Abends haben wir uns eine „Dune bashing“-Tour gebucht. Wir werden mit einem großen Landrover abgeholt um in die Wüste zu fahren. Überrollbügel inklusive. Gut eine Stunde Fahrt ist es aus der Stadt raus, bis man die eigentliche „Wüste“ erreicht. Bevor wir aber dort fahren können, muss erst die Luft aus den Reifen gelassen werden. Dazu bleiben wir an einem Kiosk stehen, wo man uns natürlich versucht, Getränke und Souvenirs zu verkaufen. Wir wollen und brauchen nichts, außerdem haben wir gar kein Bargeld dabei. Wir könnten uns gar nichts kaufen. Und dann geht es schon weiter in die Wüste. Der Fahrer fährt die Dünen herauf und seitlich wieder runter, und das teilweise mit höllischer Geschwindigkeit. Zwischendurch hat man das Gefühl, dass der Wagen einfach umkippen wird, aber unser Fahrer macht das wohl nicht zum ersten Mal und hat alles unter Kontrolle. Kleiner Tipp: wir sitzen ganz hinten, da wir die letzten waren, die abgeholt wurden. Das ist nicht so ganz vorteilhaft, vor allem für Menschen mit unruhigem Magen. Regina selbst geht es zwischendurch nicht ganz so prickelnd.

Wir halten auf eine Düne bei vermeintlichen „Beduinen“ (vermutlich sind es aber auch einfach nur Einheimische, die sich als Beduinen verkleiden um Touristen anzulocken). Dort bekommen wir direkt und recht ungefragt einen Falken auf den Arm gesetzt. Wir machen coole Fotos, denn so eine Gelegenheit lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Nur irgendwann will der Mann Geld dafür haben, und laut unserer Tourbeschreibung mussten wir davon ausgehen, dass dies in der Tour inbegriffen ist… Die Überraschung der weiteren Fahrtgäste im Auto über diese Aktion zeigt uns, dass wir da wohl nicht allein sind mit dem Gedanken. Es tut uns aufrichtig leid, aber da man bei dem Falkner nur in AED und bar zahlen kann, können wir ihm gar kein Geld geben. Was ein Mist. Mal wieder haben wir etwas gelernt: In Dubai sollte man zuerst fragen, ob und wie viel eine Attraktion kosten soll.

Danach geht es dann weiter zum letzten Stopp für heute: ein Wüstencamp, wo wir später zu Abend essen. Zuerst aber dürfen wir Kamelreiten, Dune-Boarden, Reiten oder uns die Hand mit Henna bemalen lassen. Vieles davon ist nicht in der Tour inbegriffen und auch hier gilt: ohne Bargeld geht nichts. Also probieren wir nur das Kamelreiten aus und Regina lässt sich auf der Handinnenfläche ein kleines Henna-Tattoo malen. Danach sitzen wir gemütlich auf den Sitzkissen, trinken ein Bier, unterhalten uns und genießen einfach die Landschaft und diesen letzten Abend der großen Reise, bevor das Grillbuffet eröffnet wird und die Show startet. 

Es geht los mit einem Tanouratanz. Dieser Tanzstil ist aus dem Derwisch-Tanz oder Drehtanz entstanden, bei dem der meist männliche Tänzer sich um die eigene Achse dreht und dabei Kunststücke mit einer oder mehreren Tanoura (Rock) zeigt. Die Dauer und Geschwindigkeit, mit der er das macht, sind schon sehr beeindruckend. Es folgt eine eine Feuershow und zum Abschluss eine wunderbare Bauchtänzerin. Das Programm wirkt wirklich liebevoll, nicht kitschig oder touristisch, und das gefällt uns sehr gut. Wir sind begeistert und happy, dass wir die Tour gebucht haben.

Als die Show vorbei ist, brechen alle auch ziemlich zügig auf um in die Stadt zurück zu fahren. Nur von unserem Fahrer fehlt jede Spur. Mit unseren Mitfahrern warten wir dann noch eine viertel Stunde, bevor auch wir endlich abgeholt werden. Ein letztes mal schlafen, bevor es nach Hause geht.

Coming home

Es ist also soweit: der letzte Tag unserer Weltreise und unseres großen Abenteuers bricht an. Es ist ein sehr sehr seltsames Gefühl. Wir freuen uns, nach Hause zu kommen und auf unsere Familie und Freunde. Auf der anderen Seite sind wir traurig, dass es nun vorbei sein soll mit unserer Freiheit und in-den-Tag-hinein-leben. Wie schlimm das genau ist, das sollen wir erst Wochen und Monate später für uns erfahren. Am Flughafen machen wir das letzte Bild unserer Weltreise, bevor wir in den Flieger nach Frankfurt steigen. Mit Pauken und Trompeten würden wir gern abgeholt werden, haben wir uns gewünscht… und was passiert? Nahezu unsere komplette Familie und Freunde geraten in den Stau des Jahrhunderts. Nach einem Jahr fort von zu Haus kommen wir durch den Sicherheitsbereich, und niemand ist da…

Ab nach Hause…

Nun denn, hier sind wir wieder, und starten erneut in ein Leben zu Haus. Immerhin steht großes an: wir möchten heiraten und natürlich unser Leben genießen. Auch wieder Reisen, das steht jetzt schon fest. Mit unserem Blog ist es daher natürlich auch nicht vorbei. Also bleibt dran für weitere Berichte über unsere Weltreise und weitere Reisen, die wir unternehmen! Das Abenteuer geht weiter, wir können es kaum erwarten 😉

 

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